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Dei Gratia

Auf Münzen sehr oft verwendeter lateinischer Ausdruck für das Gottesgnadentum, der die Zugehörigkeit der Herrscher zum christlichen Glauben bekundet und die daraus abgeleiteten Herrschaftsansprüche rechtfertigt. Im Mittelalter war die Formel auf Urkunden und Siegeln üblich. Auf Münzumschriften setzt die regelmäßige Verwendung des "Dei Gratia", meist mit D. G. abgekürzt, im 15. Jh. ein. Im 19. Jh. wurde die Formel zu "Von Gottes Gnaden" eingedeutscht und auf deutschen Münzen mit den Anfangsbuchstaben V. G. G. abgekürzt. Das Fehlen des Beititels auf Münzen wurde vom Volk so sehr beachtet, dass daraus manchmal Beinamen entstanden, wie beim Angsttaler oder der britischen Godless coinage des Commonwealth. In Kanada verursachte das Weglassen des D. G. auf den ersten Emissionen König Georgs V. (1910-1935) einen solchen Skandal, dass das Kürzel auf den Münzumschriften ab 1912 wieder beigefügt war.

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