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Dublone

Ursprünglich wurde der Ausdruck schon als Beiname des goldenen Excelente verwendet, sei es wegen dessen Bewertung als doppelter Dukat, sei es wegen des doppelten Münzporträts, das Ferdinand und Isabella als Königspaar zeigt. Die Bezeichnung wurde auf das Doppelstück seines Nachfolgers übertragen, des 1537 in Spanien eingeführten goldenen Escudo de oro. Der Dublone genannte Doppel-Escudo wurde erstmals 1566 unter Felipe (Philipp) II. (1556-1598) ausgeprägt. Die 22-karätige Goldmünze (916/1000) wog ca. 6,7 g und zeigt auf der Vs. das gekrönte Wappen, auf der Rs. das Jerusalemkreuz im Vierpass. Aufgrund der Goldausbeute Spaniens in den mittel- und südamerikanischen Kolonien entstand eine reiche spanische Goldmünzenprägung. Nach deren Unabhängigkeit übernahmen Mexiko, Peru und Nueva Granada (auf dem Gebiet des späteren Kolumbien) die Prägung der 2-Escudo-Stücke (Doblado).

In Europa wurde die spanische Dublone zum Vorbild einer weit verzweigten Familie von Goldmünzen, u.a. des französischen Louis d'or, der italienischen Doppia, der schweizerischen Duplone, der norddeutschen Pistole, des preußischen Friedrich d'or und andrer nach dem Vorbild des französischen Louis d'or geprägten Goldmünzen. In Spanien hielt sich das Escudo-Goldmünzen-System bis zur Invasion Napoleon Bonapartes zu Beginn des 19. Jh.s (Reales-System). Zwar wurde es von König Ferdinand VII. (1808-1833) beibehalten, unter seiner Nachfolgerin Isabella (1833-1868) aber zugunsten des Reales-Systems vernachlässigt und vom Peseten-System (1868) der provisorischen Republik endgültig verdrängt. Die letzten spanischen Dublonen wurden 1865 geprägt.

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