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Damnatio memoriae

Lateinischer Ausdruck für die Austilgung des Andenkens an einen unbeliebten römischen Kaiser nach dessen Tod, die durch Senatsbeschluss offiziell angeordnet wurde. Demnach sollten sämtliche öffentliche Namensbezeigungen der betroffenen Person ausgemerzt werden. Dies war bei Münzen natürlich schlecht möglich, demnach gibt es auch wenig Beispiele für solche Erasionen. Es gibt jedoch Dokumente, die über Einschmelzungen von Münzen mit der Darstellung der verdammten Kaiser Nero, Geta und Caligula berichten. Vermutlich wurden auch Porträtmünzen des Tyrannen Commodus (177/180-192 v. Chr.) nach dessen Ermordung eingeschmolzen oder auf andere Weise vernichtet.