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Ducato d'argento

1. Beiname des venezianischen Matapan, der ersten Groschenmünze in Italien aus dem frühen 13. Jh.

2. Venezianische Silbermünze in Talerform, die im Jahr 1562 unter dem Dogen Girolamo Priuli (1559-1567) mit einem Wert von 124 Soldi eingeführt wurde. Es gab auch Viertel- und Halbstücke. Bei einem Raugewicht von 32,9 g lag ihr Feingewicht bei 31,19 g (948/1000). Die Vs. zeigt den hl. Markus, der den knienden Dogen mit der Fahne belehnt, die Rs. zeigt den Markuslöwen, darunter die Wertzahl 124 mit der Umschrift DVCATVS VENETVS. Um 1570 erhielt er den Namen Ducatone und wurde im späten 16. Jh. von der Giustina minore verdrängt, mit demselben Wert, Feingehalt und derselben Darstellung av., aber mit der hl. Justina rv, bei einem Raugewicht von nur 28,1 g.

3. Der Doge Domenico Contarini (1658-1675) ließ einen neuen silbernen Ducato einführen, Ducato novo oder Ducatello genannt. Dieser galt ebenfalls 124 Soldi und zeigt dasselbe Gepräge, hat aber als Unterscheidungsmerkmal - im Gegensatz zu seinem Vorläufer - keine Wertangabe auf der Rs. Bei einem Raugewicht von 23,4 g (826/1000 fein) verdrängte er seinerseits die Giustina minore. Die Entwicklung der venezianischen Ducati zeigt eine Verschlechterung durch ständigen Gewichtsverlust.
Der Ducatello wurde in verschiedenen italienischen Staaten nachgemünzt, beispielsweise im spanischen Neapel. Dort wurde der Ducato unter Philipp II. (1556-1598) mit einem Gewicht von 29,11 g im Wert von 10 Carlini geprägt, sein Halbstück wurde Cianfrone genannt. Unter Karl II. (1667-1700) wog der Ducato zuletzt 21,94 g (896/1000 fein).

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