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Doppeldukat

Goldenes 2-Dukaten-Stück, das meist in kleinen Auflagen bis in das frühe 19. Jh. geprägt wurde. In den deutschen Kleinstaaten ließ zuletzt Fürst Karl von Isenburg (1806-1815) 1811 einen Doppeldukaten mit dem Gewicht von 6,98 g unter Verwendung eines Dukatenstempels schlagen, der den Kopf des Fürsten auf der Vs. und das Stadtwappen mit der Angabe DUCAT auf der Rs. zeigt. Die Doppeldukaten wurden häufig als Gedenkprägungen zu Geschenkzwecken ausgebracht. Ein berühmtes Beispiel ist der unter König Ludwig II. (1864-1886) geprägte Geschenk-Doppel-Dukat "zum 200 jaehrig(en) Jubiläum der K(öniglichen) Leibgarde der Hartschiere (am) 13. April 1869", wie es auf der Münze heißt. König Wilhelm III. (1849-1890) ließ 1867 den letzten niederländischen Doppeldukaten schlagen, von dem vier Exemplare bekannt sind. Die meisten Typen wurden von den Habsburgern ausgegeben, im 18. Jh. sogar mit der Wertzahl 2 versehen.

   

Habsburg, Doppeldukat 1787, Joseph II.