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Douzain

Französische Groschenmünze zu 12 Deniers tournois, die unter König Ludwig XII. (1498-1515) eingeführt wurde. Die Vs. zeigt den von zwei bekrönten bretonischen Hermelinschwänzen eingerahmten französischen Landesschild (drei Lilien), darunter das Stachelschwein (porc-épic) als persönliches Zeichen des Königs. Die Rückseite zeigt das Kreuz mit vier gekrönten Hermelinschwänzen in den Winkeln. Als Besonderheit gilt ein Silber-Douzain des Jahres 1625 aus der Münzstätte Paris (Moulin), der nach Gadoury/Droulers mit einer Feinheit von 878/1000 geprägt worden ist, der übliche Feingehalt der zeitgleich geprägten Billon-Douzains lag bei 240/1000. Nach dem Gesetz vom Juni 1640 wurden Douzains mit einer fleur de lis (Lilienblüte) gegengestempelt, die ihr den Wert von 15 Deniers tournois gaben. Die letzte Ausprägung des Douzain erfolgte 1658 unter Ludwig XIV. (1643-1715).

   

Douzin de Dauphiné, Ludwig XIII.