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Dreiling

Hanseatische Billonmünze, die seit Beginn des 15. Jh.s in verschiedenen norddeutschen Münzstätten (u.a. Lübeck und Hamburg) geschlagen wurde und 3 Pfennige galt, in zeitgenössischen Dokumenten lateinisch als Ternarius (ter = dreifach) bezeichnet, niederdeutsch als Drieling. Seit 1572 gingen formal 128 Dreilinge auf 32 Schillinge bzw. 1 Reichstaler.
Nach der Kipper- und Wipperzeit galten nach dem Hamburger Vertrag von 1622 in den ostelbischen Gebieten 192 Dreilinge = 48 Schillinge = 1 Reichstaler. Die folgenden Prägungen trugen meist auf der Rs. die Wertzahl 192. In den westelbischen Gebieten des Niedersächsischen Kreises galten weiterhin 128 Dreilinge einen Reichstaler, diesen Dreilingen wurde teilweise die Wertzahl 128 aufgeprägt. In Hamburg wurde die kleine Billonmünze im Gewicht von 0,51 g (187/1000 fein) bis 1855 geprägt. Die Stücke zeigen auf den Vs.n die Hamburger Burg, auf den Rs.n Wertangabe (I/DREILING) und Datum. In Schleswig-Holstein wurde der Dreiling 1787 und 1850 als Kupfermünze geschlagen.

    

Hamburg, Dreiling 1855