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Didrachme

Das 2-Drachmen-Stück der antiken griechischen Staatenwelt, das in den verschiedenen Münzfüßen in manchen Gebieten - z.B. in einigen griechischen Städten Siziliens - häufiger geprägt wurde als die Drachme. Im attischen Münzfuß entspricht die Didrachme dem Stater. In Athen selbst wurde das Nominal nur sehr selten ausgemünzt. 
Um Didrachmen im Gewicht von 7,5 g handelt es sich bei den ersten Silberprägungen des römischen Münzwesens, deren Prägebeginn auf 269 v. Chr., die Zeit kurz vor dem 1. Punischen Krieg (264-241 v. Chr.) datiert wird. Es gab vier verschiedene Typen, die alle die Aufschrift ROMANO tragen: 1. Behelmter Marskopf / Pferdekopf; 2. Kopf des Apollon/ galoppierendes Pferd; 3. Diana- oder Romakopf / stehende Victoria mit Palmzweig; 4. Herakleskopf / Wölfin säugt die Zwillinge Romulus und Remus. Vermutlich stammt zumindest ein Teil dieser Didrachmen aus den griechischen Kolonien in Süditalien (Metapont?). Danach folgten Didrachmen im reduzierten Gewicht von ca. 6,8 g, die nach ihrem Rückseitentyp auch Quadrigatus genannt werden. 
In römischer Kaiserzeit wurden in den östlichen Provinzen des Reichs Didrachmen geprägt, besonders hochwertige im kappadokischen Caesarea. Die Vs.n der griechisch beschrifteten Silbermünzen zeigen Bildnisse der Angehörigen der Kaiserfamilie, die qualitativ mit den römischen Herrscherporträts durchaus konkurrieren können. Auf den Rs.n ist oft der Berg Argaeus dargestellt. Sie hatten zuerst ein Gewicht von ca. 7,5 g, das aber mit der Verschlechterung des Denars auf 6,6 g herabsank. Auch ihr Feingehalt wurde reduziert.

   

Didrachme, geprägt 281-272 v. Chr., Herakleia (Lukanien)

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