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Dreimarkstück

1. Die Rechnungsmark aus Lübeck galt seit der Mitte des 13. Jh.s schon 16 Schillinge. Kurz nach dem Beginn der Talerprägung nach sächsischem Fuß um 1500 prägten einige Städte des Wendischen Münzvereins, vor allem Lübeck und Hamburg, ab 1501 die Lübische Mark zu 16 Schillingen in 1-, 2/3-, 1/2-, 1/3- und 1/4-Stücken aus. Nach der Kipper- und Wipperzeit 1622 galt der Reichstaler im Bereich der Lübischen Währung im ostelbischen Gebiet 48 Schilling (sonst 32 Schilling), er entsprach also einem Dreimarkstück Lübischer Währung.

2. Mit der Einführung der Reichsgoldwährung des Deutschen Reichs ab 1871 galt der Vereinstaler 3 Mark. Als dieser Taler 1907 außer Kurs gesetzt wurde, bestand aufgrund der Gewöhnung an das Nominal ein Bedarf nach einem wertgleichen Ersatz. Das Münzgesetz von 1908 trug diesem Wunsch Rechnung, indem es als Ersatz für den Vereinstaler das Dreimarkstück einführte, das folgerichtig volkstümlich auch als Taler bezeichnet wurde. Es hatte ein Feingewicht von 15 g (900/1000) und wurde bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs 1918 ausgeprägt. In der Weimarer Republik gab es 1922/3 nach den Dreimarkstücken aus Aluminium 1924/5 und zwischen 1931 und 1933 wieder Silberstücke, allerdings mit einem Feingewicht von 7,5 g (500/1000 fein). Außerdem erschien eine Reihe von Gedenkmünzen zu 3 Reichsmark.