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Denier

Französischer Ausdruck für den Denar. In der Nachfolge des karolingischen Denars entwickelte sich unter dem Kapetinger Ludwig dem Dicken (1108-1137) der Denier parisis (Denar von Paris, abgekürzt d.p.) mit der Inschrift FRA/NCO(rum rex) av. und dem Kreuz rv. Dieser Typ verbreitete sich unter Philipp II. August (1180-1223) in Nordfrankreich und Teilen Mittelfrankreichs. Nach dessen Eroberung der Grafschaft Touraine 1205 kam der noch wichtigere Denier tournois (Denar von Tours, abgekürzt d.t.) hinzu. Die beiden Münzen standen im Verhältnis 5 (d.t.) : 4 (d.p.).
Mit der Prägung des Gros tournois (Turnosegroschen), die um 1266 einsetzte, ging die Bedeutung der beiden Denarsorten allmählich zurück. Unter König Philipp IV. (dem Schönen, 1285-1314) gab es von beiden Münzsorten auch Doppelstücke (Doubles). Die Prägung der Deniers und Doubles parisis endete im ausgehenden 16. Jh., der d.t. hielt sich als Kupfermünze noch bis 1649. Bis zur Einführung des Dezimalsystems 1795 existierte der Denier als Rechnungsmünze weiter.
Der einzige deutsche Denier war eine Ausgleichsmünze, die 1758 während des Siebenjährigen Kriegs für die französischen Besatzer in Braunschweig ausgegeben wurde. Sie wurde bereits im selben Jahr wieder außer Kurs gesetzt. Auf der Münzrückseite war die Wertbezeichnung mit "13 EINEN MATTHIER" angegeben (13 Deniers = 1 Matthier = 4 Pfennig).

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