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Körtling

Kleine niedersächsische Groschenmünze im Wert von sechs Pfennigen, die mit Sicherheit seit dem beginnenden 15. Jh. geprägt wurde. Nach Suhle soll die Münze schon in der 2. Hälfte des 14. Jh.s in Göttingen geprägt worden sein, allerdings ließen sich bisher keine Stücke aus dieser Zeit finden. In jedem Fall zählt der Körtling (= Kurzling, in der Bedeutung kleiner Groschen) zu den frühesten eigenständigen Groschenprägungen Niedersachsens. Sein Hauptumlaufgebiet lag im Gebiet zwischen Oberweser und Leine. Die Prägung breitete sich im gesamten Niedersachsen aus, auch in den angrenzenden Münzständen wurden Körtlinge beigeschlagen. Schließlich verschob sich die Benennung im 16./17. Jh. auch auf andere Nominale, wichtig vor allem der Wert von sechs Kölner Hellern in der Grafschaft Ravensberg. Im ravensbergischen Bielefeld wurde das Nominal in großen Mengen geprägt und hielt sich auch unter brandenburgischer Herrschaft bis weit ins 17. Jh. Die Stücke zeigen die Wertzahl 6 mit Reichsapfel.