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Kistophoren

Auch Cistophoren, sind große Silbermünzen im Wert von drei Drachmen, die ursprünglich als eine Art Gemeinschaftsprägung kleinasiatischer Städte im Königreich Pergamon ausgegeben wurden. Dieser Prägung schlossen sich auch andere Städte Kleinasiens an. Die Vs. zeigt die Kista mystica mit Schlange im Efeu- oder Weinlaubkranz, die Rs. die von Schlangen umgebene Bogentasche des Herkules und meist ein Beizeichen für die prägende Stadt. Es gab auch Halb- und Viertelstücke, allerdings mit anderem Münzbild. In der 2. Hälfte des 2. Jh.s v. Chr. beteiligten sich bereits 16 Städte Kleinasiens an der Kistophoren-Prägung, eine umfangreiche Prägetätigkeit ist für die Städte Pergamon, Ephesos und Tralleis bezeugt, u.a. wurden auch in Apameia, Laodikeia und Sardeis Kistophoren geprägt. Nachdem um 133 v. Chr. das Königreich Pergamon an die Römer fiel, übernahmen sie die Prägung. Die Kistophoren des Römischen Reichs wurden wahrscheinlich als eine Art Wohlfahrtsmünzen im Gewicht von drei Denaren geprägt. Die Münzsorte soll sogar in Rom gegen Denare einwechselbar gewesen sein. Die Kistophoren-Gepräge Marc Antons (gest. 30 v. Chr.) behielten noch das Schlangen- und Efeu- bzw. Weinlaubsymbol bei. Aber schon unter Augustus (27 v. Chr.-14 v. Chr.) wurde die Münzsorte im typisch römischen Stil geprägt, meist mit Herrscherbildnissen und Tempeldarstellungen versehen. Die Prägung wurde bis ins 2. Jh. v. Chr. fortgesetzt. Besonders schöne Prägungen stammen aus den Orten Pergamon, Ephesos und Smyrna.

    

Kistophor von Bergamon, geprägt 133-131 v. Chr.

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