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Kaurischnecke

Die porzellanartigen Gehäuse verschiedener Salzwasserschnecken, oft fälschlicherweise als Kaurimuschel bezeichnet, fanden über drei Jahrtausende als Zahlungsmittel Verwendung. Die kulturgeschichtlich bedeutenden Kaurischnecken wurden überdies auch zu Schmuck verarbeitet und hatten Symbolcharakter (u.a. Fruchtbarkeit). Die als Geld verwendeten Porzellanschneckenarten zählen zur Gattung der Weichtiere (Mollusken) und werden deshalb zum Molluskengeld gerechnet. Durch zoologische Ungenauigkeit hat sich früher fälschlicherweise der Ausdruck Muschelgeld eingebürgert, der sich bis heute hartnäckig hält. Die Kaurischnecken sind im gesamten Indischen und Pazifischen Ozean verbreitet, besonders auf den Malediven und an der ostafrikanischen Küste. Von den vielen Arten der Kaurischnecken wurden vor allem die Cypraea moneta und die Cypraea annulus als Kaurigeld genutzt: Erstere ist glatt, gelblich-weiß glänzend, mit gesägtem Schlitz (Unterseite) und flachem Buckel (Oberseite), letztere sieht ähnlich aus und ist an der gelblichen Ringzeichnung (annulus = Ring) auf dem sonst hellen Gehäuse zu unterscheiden. Sie sind im gesamten Indischen und Pazifischen Ozean verbreitet, besonders auf den Malediven und an der ostafrikanischen Küste.

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