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Kula-Ringtausch

Spezielle Form eines traditionellen Tauschhandels zwischen Gemeinschaften des Inselgebiets an der Ostspitze Papua-Neuguineas (Trobriand-, Woodlark-, d'Entrecasteaux-Inseln). Der Tauschhandel beinhaltet ein Netz von Verpflichtungen, die den Frieden der Beteiligten und die Freiheit des Handels gewährleisten. Im Zentrum des Ringtauschs, für den lange und gefährliche Fahrten mit Kanus in der Südsee unternommen werden, stehen die Kula-Wertobjekte Bagi (Halsketten) und Mwali (Armreife), die von den beteiligten Gemeinschaften in entgegengesetzter Richtung (Halsketten im und Armreife entgegen dem Uhrzeigersinn) getauscht werden. Die begehrtesten und ältesten Tauschobjekte sind mit Namen versehen, deren (vorübergehender) Besitz mit hohem sozialen Ansehen verbunden ist. Sie tauchen in unbestimmten Abständen wieder auf, da traditionell dieselben Gemeinschaften am Tausch beteiligt sind, deshalb spricht man vom Ringtausch. Neben diesen Objekten findet parallel auch ein Tauschhandel mit Nahrungsmitteln (u.a. Yams, verschiedene Nüsse) und Gebrauchsgütern (z.B. Muscheln, Tontöpfe, Steinklingen) statt, der aber auch mit Gemeinschaften unterhalten werden kann, die nicht am Kulatausch teilnehmen. Die an den Fahrten beteiligten Männer (neuerdings wohl auch Frauen) gehen lebenslange, feste Handelspartnerschaften ein, die ein breites Netz von gegenseitigen sozialen Verpflichtungen beinhalten. Die Vorbereitung (u.a. Kanubau) und Ausführung der Fahrten sind mit rituellen Handlungen, magischen Zaubersprüchen sowie Tabus verwoben, die bis ins 20. Jh. tief im sozialen Leben der Gemeinschaften verwurzelt sind.

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