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Klippen

Bezeichnung für Münzen in eckiger Form, im Gegensatz zu den runden Münzen. Dabei dominieren regelmäßige viereckige Gestaltungen, meist rechteckige, quadratische oder trapezförmige, aber auch unregelmäßige und mehreckige Klippen kommen vor. Die Benennung ist vom skandinavischen Klipping (dt.: mit der Schere schneiden) abgeleitet, denn die meisten Klippen wurden vom Zain, in Notzeiten auch vom Silbergeschirr abgeschnitten. Die ersten dänischen und schwedischen Klippinge wurden in der blutigen Phase (Stockholmer Blutbad) der schwedischen Unabhängigkeitskämpfe gegen Dänemark zwischen 1519 und 1523 in Nominalen zu 14, 6 und 3 Pfennigen geschlagen. Die einfache Herstellung der Mehrzahl der deutschen Klippen erklärt sich durch die ursprüngliche Verwendung als Belagerungsmünzen zu Kriegszeiten. Im 17. und 18. Jh. wurden Klippen als Prämienmedaillen oder -münzen, vor allem als Schützentaler und -medaillen (Schießtalerklippen), auch als Schulprämienmedaillen oder zu besonderen Erinnerungszwecken hergestellt, die meisten in Sachsen und Salzburg. Als Probemünzen von den Stempeln der Kurantmünzen wurden einzelne Klippen gelegentlich speziell zu Sammelzwecken geschlagen.

Kupferklippe mit Abschlag eines 5-Goldmark-Stückes vonHamburg

    

1/6 Taler-Klippe 1677 des Bistums Salzburg

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