Newsletter
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Katangakreuze

Nach dem zentralafrikanischen Herkunftsgebiet Katanga (im Süden des heutigen Zaire) sind die in Afrika als Handa bezeichneten Kupferbarren in Kreuzform (ähnlich dem Andreaskreuz) benannt. Ihr Durchschnittsgewicht liegt bei ca. 800 g, kann aber auch wesentlich nach oben und unten abweichen. Wie aus frühen Reiseberichten von weißen Händlern hervorgeht, kursierten sie schon in vorkolonialer Zeit in weiten Gebieten Zentralafrikas als universales Zahlungsmittel. Das Hauptumlaufgebiet lag zwischen dem Kongogebiet und dem heutigen Sambia, entlang der Handelswege konnte das in Zentralafrika beliebte Kupfergeld sogar bis an die West- (Kamerun) und Südküsten Afrikas gelangen. Man könnte es also als eine Art Rohstoffwährung für den Fernhandel bezeichnen. Neben der weit ausgedehnten Verbreitung und der langen Umlaufdauer erstaunt auch die enorme Kaufkraft, die das Zahlungsmittel erreichen konnte, je weiter es sich von den Herstellungsstätten Katangas und Sambias entfernte. So kostete bei den Ndembu Lunda in Nordwestsambia ein Elfenbeinzahn 100, bei den weiter von den Produktionsstätten entfernt lebenden Kuba 5 Katangakreuze. 
Als die ehemalige Kolonie Belgisch-Kongo 1960 unabhängig geworden war, sagte sich die Provinz Katanga vom übrigen Kongo los. In Erinnerung an das vormünzliche Zahlungsmittel zeigen die Bronze- und Kupfermünzen des bis Januar 1963 eigenständigen Katanga auf den Rs.n das Katangakreuz.

Persönliche Kundenberatung – wir sind gerne für Sie da!

Haben Sie Fragen zu einer Münze oder benötigen Sie Hilfe bei Ihrer Online-Bestellung? Rufen Sie uns direkt an – unser Kundenservice steht Ihnen gerne zur Verfügung.

+49 (0) 63 31 511 610 5 Mo. - Do. 08:00 - 20:00 Uhr, Fr. bis 19:00 Uhr

Callcenter Service Mitarbeiter