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Kaufkraft

Binnenwert des Geldes, gemessen an einer (bestimmten) Gütermenge pro (bestimmter) Geldeinheit. Die Kaufkraft ist durch den Preis (Währungseinheit je Mengeneinheit) der Güter festgelegt und verändert sich mit diesem. Ein stetiger Preisanstieg wird als Inflation bezeichnet. Früher wurde häufig versucht, die Kaufkraft des Geldes über möglichst feste Maßstäbe zu ermitteln, wie z.B. über das Getreide oder das Existenzminimum. Allerdings sind Untersuchungen über die Kaufkraft nicht absolut, sondern nur relativ auf Komplexe von Gütern und Dienstleistungen zu ermitteln. Diese stehen ihrerseits wiederum in schwierigen Verhältnissen zu wechselnden Produktions- und Dienstleistungsverhältnissen und sind dem Wechselspiel von Angebot und Nachfrage unterworfen. Zudem erschwert die Veränderung der Lebensgewohnheiten die Einschätzung der Kaufkraft. Mittlerweile werden statistisch Preisindizes erstellt, mit denen Kaufkraftvergleiche angestellt werden. Als Faustregel gilt, dass solche Vergleiche nur über kürzere Zeiträume genau anzustellen sind. Über einen Zeitraum von 100 Jahren lassen sich in vorstatistischer Zeit nur Tendenzen erkennen.