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Kawertschen

Bezeichnung für christliche, vor allem landfremde Geldverleiher bzw. Wucherer in England, Frankreich, Süd- und Westdeutschland. Der Name entstand, nachdem die südfranzösische Stadt Cahors um die Jahrhundertwende des 12./13. Jh.s zur überregional bedeutenden Handelsstadt aufgestiegen war. Die Großkaufleute aus Cahors (frz.: Cahorsins, lat.: Caursinus) betätigten sich als Weinhändler, Zwischenhändler, Hoflieferanten und auch als Geldverleiher im westlichen Mittelmeerraum und besonders in England. Sie bekamen bald den schlechten Ruf, gegen das kirchliche Zinsverbot zu verstoßen (Wucher) und waren Anfeindungen der einheimischen Finanziers und des Adels ausgesetzt. Die Bedeutung des Begriffs verschob sich schnell auf alle ausländischen Geldverleiher und verbreitete sich in den Gebieten um Maas und Rhein (mhd.: Ka(u)werzin). Dort waren im 13./14. Jh. vor allem piemontesische Geldverleiher( Lombarden) tätig. Im deutschsprachigen Raum schloss der Begriff Kawertschen auch die einheimischen Finanziers ein und wurde für alle Geldverleiher verwendet, die Zinsen abverlangten (Wucherer).

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