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Kurrheinischer Kreis

Zum kurrheinischen Reichskreis (gemäß der Reichseinteilung von Worms 1521) zählen die Münzprägungen der Erzbistümer (und Kurfürsten von) Köln (1508-1777), Mainz (1489-1802) und Trier (1503-1794) sowie des Kurfürstentums Pfalz (1505-1802), allesamt bedeutende Münzstände. Sie bildeten mit dem Rheinischen Münzverein einen der wichtigsten Münzbündnisse des alten Deutsch-Römischen Reichs. Das Erzbistum Mainz, die Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, die Grafschaft Nassau-Saarbrücken und die Reichsstadt Frankfurt a. M. prägten zwischen 1623 und 1636 gemeinschaftlich. Zum kurrheinischen Kreis zählen auch die Münzherren des Fürstentums (Herzogtum seit 1644) Arenberg (1576-1785), des Stifts St. Alban in Mainz (1518-1780; Eselsgulden), des Domkapitels Köln (1703-1712) und die Belagerungsmünzen der Städte Frankenthal (1623) und Mainz (1689, 1793).