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Frankfurter Judenpfennige

Bezeichnung für illegale Kupfermünzen, die zu Beginn des 19. Jh.s im Währungsbereich des rheinischen Guldens, vor allem wohl im Frankfurter Raum in großen Mengen zirkulierten. Die Benennung hat sich durch die Vermutung eingebürgert, die Scheidemünzen seien in der Umgebung Frankfurts von Juden geprägt worden, ein Teil des Kleingelds stammt auch aus privaten Prägeanstalten und könnte aus den Niederlanden oder England eingeschmuggelt worden sein. Die tatsächliche Herkunft ist bis heute ungeklärt. Sicherlich herrschte zu dieser Zeit in Frankfurt und Umgebung ein erheblicher Mangel an Kupferscheidemünzen. Den Münzberechtigten schien die Prägung von kleinen Kupferstücken nicht lohnend, umso erstaunlicher ist der hohe Gewinn, den die Privatleute aus der Prägung der „Pseudomünzen“ gezogen haben sollen.

Die Gepräge der Stücke tragen auf einer Seite meist Kränze, Phantasiewappen oder an heraldische Objekte erinnernde Darstellungen; auf der anderen Seite Jahreszahlen (1703, 1740, 1807-1821) und die Bezeichnung Heller oder Pfennig, aber auch Phantasienamen wie „Atribuo“, „Theler“ oder „Halbac“. Es gab mehr als 20 Typen der Scheidemünzen, die im Laufe der zwanziger Jahre des 19. Jh.s aus dem Verkehr gezogen wurden.

Judenpfennig    Judenpfennig

Judenpfennig    Judenpfennig

Zwei verschiedene Judenpfennige