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Fahrbüchse

Mehrfach verschlossene Büchse aus Eisen, die zur Aufbewahrung von Zainproben und Musterprägungen diente. Nach den Reichsmünzordnungen wurden zur Kontrolle der Münzstätten in Deutschland zweimal im Jahr sog. Kreisprobationstage abgehalten. Dazu wurden in die mit einem Schlitz versehenen Fahrbüchsen eingewickelte Proben eingeworfen, die nach den Augsburger Reichsmünzordnungen mit Angaben zu Datum, Gewicht und Feingehalt der Legierung versehen sein mussten. Diese Angaben wurden auf den Kreisprobationstagen von den Kreis- oder Reichswardeinen kontrolliert. Der Gebrauch der Fahrbüchsen war in Deutschland (16. Jh.) und auch in benachbarten Ländern durchaus üblich. Im 17. Jh. verlor die Fahrbüchse allmählich ihre Bedeutung. Zuletzt wurde sie in Kursachsen bis in die Mitte des 19. Jh.s benutzt.