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Flindrich

Volkstümliche niederdeutsche Bezeichnung für ostfriesische, oldenburgische und Jeversche Groschenmünzen im Wert von drei Stübern. Da die Münzen ursprünglich auf sehr dünnen und breiten Schrötlingen geprägt wurden, leitet sich das Wort vermutlich aus Flidder( Flitter) ab. Auch Ableitungen vom englischen Wort "flinder" (Placken oder abgebrochenes Stück) oder von Flügel bzw. "Flieger" sind schon genannt worden, letzteres wegen der Harpyie (vierflügliger Vogel mit Mädchenkopf) auf dem Münzbild der ostfriesischen Flindriche. Neben dem Diminutiv (Verkleinerungsform) Flinderke wurden Ausdrücke wie Flieger( Vlieger) und Flinder gebraucht, in Bremen wurde die Münze als Flinderk bezeichnet. Die ersten Flindriche wurden nach der Mitte des 15. Jh.s von den Häuptlingen Ostfrieslands und den Grafen von Jever und Oldenburg geprägt. Die in großen Mengen geprägten 4-Grote-Stücke der Stadt Bremen aus der Mitte des 17. Jh.s werden ebenfalls Flindriche genannt.

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