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Friedrich d'or

Bezeichnung für die Pistole (5-Taler-Goldmünze), die unter König Friedrich II. (dem Großen, 1740-1786) eingeführt und deren Prägung von seinen Nachfolgern Friedrich Wilhelm II. 1786-1797), III. (1797-1840) und IV. (1840-1861) weitergeführt wurde. Die Pistolen nach spanischem (Escudo de ouro) und französischem (Louisd'or) Vorbild wurden in mehreren deutschen Staaten eingeführt. In Preußen gab es zuerst Doppelpistolen (Wilhelm d'or) und deren Halbstücke in den letzten drei Regierungsjahren Friedrich Wilhelms I. (1713-1740). Sein Sohn Friedrich der Große änderte den Typ und ließ ab 1741 Pistolen ausprägen, ab 1747 auch doppelte und ab 1749 halbe Stücke. Sie zeigen in verschiedenen Varianten die Büste oder das Kopfbild des Königs auf der Vs. und den Preußischen Adler mit Trophäen auf der Rs. Ihr Feingewicht von 6,05 g wurde 1770 auf 6,03 g geringfügig reduziert. Während des Siebenjährigen Kriegs veranlasste (1756-1763) der König die Prägung von sog. Mittel-Friedrich d'ors mit einem Gewicht von 4,3 g, ähnlich den Mittel-August d'ors im besetzten Sachsen.
Friedrich der Große ließ die Goldmünzen Mitte des 18. Jh.s in großen Mengen ausbringen, nach Schrötter ein erfolgloser Versuch, die Kolonialmacht Niederlande aus dem Ostseehandel zu verdrängen. Dank der bedeutenden Goldfunde in Brasilien konnten große Mengen bis ins beginnende 19. Jh. ausgeprägt werden. Mit dem Rückgang des Goldes auf dem Weltmarkt in der ersten Hälfte des 19. Jh.s verringerten sich allmählich die Stückzahlen, in den 40er Jahren des 19. Jh.s gingen sie dramatisch zurück. Mit dem Übergang Preußens zur Silberwährung erlosch die Prägung der preußischen Pistolen, die letzten stammen aus dem Jahr 1855.

1/2 Friedrich d'or 1740, Friedrich II. d. Große (1740-1786)    1/2 Friedrich d'or 1740, Friedrich II. d. Große (1740-1786)

1/2 Friedrich d'or 1740, Friedrich II. d. Große (1740-1786)

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