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Frauengeld

Bezeichnung für das von den Insulanern der mikronesischen Inselgruppe Yap (Westkarolinen) selbst als "Yar" bezeichneten Muschelgelds. Es besteht aus den Schalen der Großen Seeperlmuschel, die innen charakteristisch perlmutten glänzen. Sie wurden als Zahlungsmittel und Schmuck genutzt. Das einzigartige Steingeld auf Yap war nur den Männern vorbehalten, während sich die Frauen des Muschelgelds bedienten, das deshalb als Frauengeld bezeichnet wird. Die Muschelschalen wurden seitlich abgeschliffen und am Schloss mit einem Loch durchbohrt, damit sie an Kokosfasern aufgereiht werden konnten. Die Frauengeld-Schnüre bestanden - je nach Größe der einzelnen Stücke - aus 2 bis 10 Muschelschalen. Große Stücke (20 bis 25 cm) konnten auch einzeln oder paarweise - selten auch ungeschliffen - als Zahlungsmittel verwendet werden. Neben der Größe spielte für die Bewertung auch die Farbe eine entscheidende Rolle. Die Yap-Inseln waren zwischen 1899 und 1914 Kolonie des Deutschen Kaiserreichs. Der Gegenwert der verschiedenen Yar in Kopra (getrocknetes Nährgewebe der Kokosnuss zu Fettgewinnung) um die Jahrhundertwende ist bekannt: Eine große schwarzumrandete Yar wurde mit 15, ein kleiner Geldstrang mit 7 Sack Kopra bewertet. Für 5 Sack Kopra erhielten die Yap-Insulaner eine große, für 1 1/2 Sack eine kleine goldgelbe Yar.

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