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Fünfzehnkreuzer

Bezeichnung für Sechsteltaler (vom Taler zu 90 Kreuzer) oder Fünfböhmer (vom Böhm zu 3 Kreuzern), die in der 2. Hälfte des 17. Jh.s in großen Mengen geschlagen wurden. Sie dienten in den Kriegen (2. Nordischer Krieg, Reunionskriege, Türkenkriege) zur Truppenbesoldung und Beschaffung von Kriegslieferungen. Ihre Prägung wurde von 1659 bis 1665 unter Kaiser Leopold I. (1658-1705) im Römisch-Deutschen Reich veranlasst und von vielen Münzständen in Schlesien, Tirol, Salzburg und Ölmütz nachgeahmt. Die Fünfzehnkreuzer gelangten auch in Süddeutschland, Sachsen, Brandenburg, Polen und Ungarn in großen Mengen in den Umlauf. Zwanzig Jahre später setzte eine ebenso umfangreiche Ausgabe der Fünfzehnkreuzer ein, die bis in die 1. Hälfte des 18. Jh.s anhielt. Diese Fünfzehnkreuzer des Kaisers hielten 3,59 g Silber. Die Münzbilder zeigen meist das Brustbild des Landesherrn oder das Landeswappen (in Ungarn die Madonna) und die Wertbezeichnung 15 oder XV. 
In der Schweiz wurden die Fünfzehnkreuzer Viertelgulden oder Örtli genannt. Sie galten 1/4 des rheinischen Guldens. Die ersten schweizerischen Fünfzehnkreuzer wurden von 1656 bis 1658 in Schaffhausen geprägt und waren minderwertig, denn sie enthielten nur etwa 3 g Silber. Diese minderwertigen Örtli wurden nach ihrem Münzbild volkstümlich als Böcke bezeichnet. Ebenso minderwertige Örtli wurden in den 70er Jahren des 17. Jh.s in Schwyz und in Zürich ausgemünzt.

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