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Feuervergoldung

Technik zur Vergoldung von Münzen, Medaillen oder anderen Metallgegenständen, die aus der späten römischen Kaiserzeit stammt. Dabei wurden die Oberflächen der zu vergoldenden Stücke mit einer Quickbeize (meist eine Lösung aus Quecksilbernitrat) gewaschen und mit einem Amalgam aus Quecksilber und Feingold versehen. Durch Erhitzen verdampfte das Quecksilber, sodass ein fester Überzug aus Feingold übrig blieb. Schon ab dem 3./4. Jh. v. Chr. wurde dieses Verfahren als Methode der Falschmünzerei zu betrügerischen Zwecken angewendet, z. B., um Bronze- oder Silbermünzen als vermeintliche Goldmünzen in Umlauf zu bringen. In der Renaissance und im Barock war es beliebt, Amulette oder Schmuck durch Feuervergoldung zu verschönern.