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Fränkischer Kreis

Zum Fränkischen Kreis des alten Römisch-Deutschen Reichs (Reichskreis) zählen die Münzstände der Bistümer Bamberg, Eichstätt und Würzburg, der Reichsstädte Nürnberg, Rothenburg, Schweinfurt, Weißenburg (am Sand) und Windsheim. Ferner die Markgrafschaften von Brandenburg-Ansbach und -Bayreuth, die zerstückelten Grafschaften von Henneberg im Besitz verschiedener Herzöge und Kurfürsten der sächsischen Linien sowie die Münzstände verschiedener Linien des Hauses Hohenlohe und der Grafen von Löwenstein. Auch die Grafschaft Erbach, Rieneck (nur 1719), das Fürstentum Schwarzenberg, der Deutsche Orden (fränkischer Besitz; Sitz in Mergentheim) und die Herrschaft Burgmilchling (1605-1611 durch Freiherr Heinrich H. Schutzpar) setzten Münzprägungen im fränkischen Kreis in Umlauf. Zu den Prägungen des Fränkischen Kreises gehören auch folgende Gemeinschaftsprägungen: Taler, Batzen, Halbbatzen, Schillinge und Dreiheller nach der Baiersdorfer Konvention 1624/25 in Fürth, Kleinmünzen nach der Bamberger Konvention von 1637 in Nürnberg, Gulden und Halbgulden 1693 in Nürnberg (Gegenstempelungen 1694) und 15-Kreuzer-Stücke 1726. Auch die sächsischen Herzöge (1690-1702) sowie verschiedene Linien des Hauses Hohenlohe (1594-1616, 1623 und 1770) und zwei Linien des Hauses Löwenstein (1764-1809) prägten gemeinschaftlich.