Newsletter
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Fettmännchen

Ursprünglich wohl volkstümliche Bezeichnung für eine niederrheinische Silber-, später Billonmünze im Wert von einem halben Stüber oder 8 bzw. 10 Hellern. Die Herleitung des Namens ist nicht vollständig geklärt: Der Ausdruck könnte sich als Gegensatz zu den niederländischen Magermännchen gebildet haben, die nur die Hälfte der Fettmännchen galten. Ein andere Erklärung geht von dem schmierigen Aussehen der dünnen Stücke aus, das durch den häufigen Gebrauch verursacht wurde. In den zeitgenössischen Urkunden wurden die Umlaufstücke auch als Fettmängel oder latinisiert Fettmannus bezeichnet.

Die ersten Typen mit den Münzbildern Reichsadler und Wappen stammen seit 1583 u.a. aus Köln (Stadt und Erzbistum), aus der Stadt Aachen und von den Herzögen von Kleve-Jülich-Berg. Zu Beginn des 17. Jh.s wurden sie mit Wertzahlen in lateinischen Buchstaben versehen, die sich auf das Verhältnis von Reichstaler zu Albus und auf den Heller bezogen. Die Jahreszahl wurde in mit einem Gleichheitszeichen verbundenen Ziffern abgekürzt, z.B. 6 = 8 steht für das Jahr 1608. Da die Fettmännchen im Laufe des 17. Jh.s immer geringhaltiger ausgebracht wurden, fiel ihr Kurs stark ab. Im ausgehenden 17. Jh. wurden sie nur noch in geringen Mengen ausgebracht und verschwanden in der ersten Hälfte des 18. Jh.s vollständig.

Persönliche Kundenberatung – wir sind gerne für Sie da!

Haben Sie Fragen zu einer Münze oder benötigen Sie Hilfe bei Ihrer Online-Bestellung? Rufen Sie uns direkt an – unser Kundenservice steht Ihnen gerne zur Verfügung.

+49 (0) 63 31 511 610 5 Mo. - Do. 08:00 - 20:00 Uhr, Fr. bis 19:00 Uhr

Callcenter Service Mitarbeiter