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Handelsmünzen

Münzen, die im Herstellungsland selbst zwar meist kein gesetzliches Zahlungsmittel sind, aber sich im überregionalen Handel zu beliebten Zahlungsmitteln entwickelt haben oder speziell dafür geprägt wurden. Schon in der Antike wurden Prägungen griechischer Staaten in den Nachbarstaaten als Zahlungsmittel benutzt. Beispielsweise waren die Eulen von Athen in anderen griechischen Staaten und im gesamten Mittelmeerraum als Zahlungsmittel verbreitet. Zur Zeit des Römischen Kaiserreichs wurden auch außerhalb der Reichsgrenzen, z.B. in Germanien, römische Prägungen benutzt. In den Reichen der Völkerwanderungszeit entwickelten sich byzantinische Gepräge, vor allem der goldene Tremissis, zu den gängigen Handelsmünzen. Im Mittelalter waren u.a. die englischen Sterlinge und der goldene Nobel im Ostseehandel beliebt, die erzbischöflichen Friesacher Pfennige entwickelten sich auf dem Balkan zu Handelsmünzen. Mit der Verbreitung der Goldmünzenprägung im Mittelalter wurden der Floren (Goldgulden) und der Dukat, die vielleicht langlebigste Goldmünze, zu Handelsmünzen in weiten Teilen Europas.
In der Neuzeit wurden die niederländischen Albertustaler und die deutschen Taler im Ostseehandel zu Handelsmünzen. Der niederländische Löwentaler, später in seiner Funktion vom Maria-Theresien-Taler abgelöst, floss in den Levantehandel und von dort nach Afrika. Die spanischen Piaster und Trade-Dollars bereiteten schließlich den Weg für die Aufschwung des Welthandels.

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