0-9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Tremissis

Spätrömische Goldmünze im Wert von einem Drittel des Solidus, irrtümlich oft als Triens (Drittel-As) bezeichnet. Der Tremissis wurde im 4. Jh. v. Chr. nur gelegentlich geprägt, im 5. Jh. aber regelmäßig und immer häufiger. Die Byzantiner übernahmen ihn und prägten ihn weiter. Auch die germanischen Könige, die während der Völkerwanderungszeit mit den Römern und Byzantinern in Berührung kamen, ließen den Tremissis nach deren Vorbild schlagen. Die germanischen Nachahmungen des Tremissis sind die wichtigsten monetären Zeugen der Völkerwanderungszeit. Sie sind meist barbarisiert und roher gestaltet, teilweise wirken sie fast abstrakt. Sie sind durch stilistische Eigenheiten den verschiedenen germanischen Reichen und Völkern zugeordnet, u.a. den Vandalen, Ost- und Westgoten und den Franken unter den Merowingerkönigen. Die Beschriftung merowingischer Münzen der Völkerwanderungszeit gab häufig Münzorte oder die Münzmeister an.

Tremissis des Kaisers Anastasius I. (491-518 n. Chr.)    Tremissis des Kaisers Anastasius I. (491-518 n. Chr.)

Tremissis des Kaisers Anastasius I. (491-518 n. Chr.)