0-9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Legierung

Werkstoff aus zwei oder mehreren Bestandteilen, wovon mindestens einer ein Metall ist. Man unterscheidet den Hauptbestandteil (Grundmetall) von den Nebenbestandteilen (Zusätzen). Das Legieren verändert die Eigenschaften des Werkstoffs. Die Herstellung von Legierungen geschieht meist durch Zusammenschmelzen der Bestandteile, das Sintern pulverförmiger Bestandteile oder das Eindiffundieren von Zusätzen. Manchmal werden geringfügige Zusätze u.a. Kohlenstoff, Silizium oder Bor hinzugefügt, um bestimmte Eigenschaften des Grundmetalls zu verbessern.
Die meisten Münzen sind aus Legierungen verschiedener Metalle hergestellt. Die Bezeichnungen Gold-, Silber- und Kupfermünzen sind nach den Hauptbestandteilen der Legierung benannt. Bronze und Messing sind - historisch bedingt - Sonderbezeichnungen. Bei der Wahl der verschiedenen Münzlegierungen spielen unterschiedliche Gesichtspunkte eine Rolle, wie Prägbarkeit, Korrosionsbeständigkeit, Verschleißfestigkeit, Preis, Gewicht, Automatentauglichkeit oder Fälschungsschutz. Bei den modernen Münzen spielen Chromstahl und Kupfer-Nickel-Legierungen eine große Rolle. Die ältesten Münzwerkstoffe sind Elektron, Gold und Silber. Die Goldmünzen des Altertums enthalten immer einen Anteil an Kupfer, später wird das Gold auch mit Silber legiert. Im 5. Jh. kamen Bronze und Kupfer als Hauptbestandteile der Münzen in Gebrauch. Im Mittelalter wurden diese Werkstoffe unbeliebt, meist wurde Silber verwendet. Wenn Silber zur Hälfte oder mehr mit Kupfer legiert wurde, sprach man von Billon. Moderne Kupferlegierungen sind meist kompliziert zusammengesetzt (Kupferlegierung). Seit dem 19. Jh. kam Nickel mit Kupfer legiert häufiger in Gebrauch, seit dem 20. Jh. auch Aluminium. Als besonders kostengünstig kristallisierte sich die Verwendung vonStahl heraus, vorwiegend in Form von Chromstahl.

Sammler kauften auch:
Loading...