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Quadriga

Lateinische Bezeichnung des vierspännigen Wagens der Antike. In der Mythologie taucht die Quadriga als Gefährt des Sonnengottes Helios und als Kampfwagen der homerischen Helden auf. Der Vierspänner wurde in historischer Zeit bei Kampfspielen benutzt, in Olympia seit 680 v.Chr. Ähnlich wie die Biga (Zweigespann) ist das Viergespann sehr häufig auf Münzen der Antike dargestellt. Künstlerisch besonders gelungene Darstellungen der Quadriga finden sich auf Geprägen aus dem sizilischen Syrakus im 5. Jh. v.Chr., wie z.B. auf dem Demareteion oder auf Geprägen der Stempelschneider Euainetos und Kimon. Häufig sind über dem Kampfwagen schwebend eine oder mehrere Niken dargestellt. Als Wagenlenker fungieren in der Regel verschiedene Götter oder Helden, auf römischen Münzen auch Feldherren. Nicht immer wird die Quadriga von Pferden gezogen, wie die seleukidischen Tetradrachmen und Statere aus dem frühen 3. Jh. v.Chr. zeigen, die eine von Athena gelenkte Quadriga mit vier gehörnten Elefanten darstellen. Nach dem Rückseitenmotiv der Quadriga ist die Münzbezeichnung Quadrigatus abgeleitet.

    

Quadriga auf einer Tetradrachme des 4. Jh.s v. Chr. vonPanormus (Sizilien)

    

Darstellung der Libertas in Quadriga auf einem Republik-Denaraus der Zeit um 125 v. Chr.

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