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Geldtheorie

Geldtheorien gibt es schon seit der Antike, als Aristoteles den wesentlichen Grundgedanken des Geldes als Tauschwert aufzeigte. Als im Mittelalter die Fragen nach der Berechtigung des Zinses auftauchten, beriefen sich die Scholastiker bei der Beurteilung des Zinses als Wucher auf die Bibel und, vor allem in Gestalt Thomas von Aquins, auf Aristoteles. Überhaupt scheint sich die Entstehung von Geldtheorien immer an aktuellen politischen oder sozialen Problemen zu orientieren, die im Zusammenhang mit Geld auftauchen. Im Spätmittelalter wurde die Geldtheorie vor allem von der Diskussion um das Recht der Fürsten beherrscht, durch die Herabsetzung des Münzfußes eine Münzverschlechterung herbeizuführen. Die Münzverschlechterungen hatten vor allem weitreichende negative Folgen für den Handel, der großes Interesse an stabilen Verhältnissen des Geldwesens hatte. So stellte Nikolaus Oresmius im 14. Jh. In „De Moneta“ (1358) die ausschließliche Ausübung des Münzrechts durch die Fürsten zu Gunsten der Allgemeinheit in Frage. Tatsächlich wurden in den dualistischen Territorialstaaten bis ins 16. Jh. Ständevertretungen zu münzpolitischen Entscheidungen herangezogen. Im 16. Jh. Legte Nikolaus Kopernikus im erfolglosen Bemühen um eine Münzreform drei geldtheoretische Schriften vor. Entgegen der weit verbreiteten Meinung seiner Zeitgenossen setzte er den Geldwert einer Münze höher an als den Wert des darin enthaltenen Metalls. Der Bezug des Werts einer Münze zu ihrer Menge zeigt schon Ansätze der Quantitätstheorie. Die Merkantilisten stellten die Bedeutung der Geldvermehrung für die wirtschaftliche Entwicklung der absolutistischen Staaten in den Mittelpunkt. Darin zeigen sich erste Ansätze zur Geldwirkungslehre. Im 19. Jh. Löste die Suche nach einer gültigen Notenbankverfassung die Kontroverse zwischen Currency- und Bankingtheorie aus.

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