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Zecchino

Bezeichnung des berühmten venezianischen Dukaten, der, von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen, unverändert bis zum Ende der Republik Venetien über sechs Jahrhunderte lang (von 1284 bis 1797) geprägt wurde und noch einmal unter Habsburger Herrschaft nach 1797 und 1815 (Lombardei-Venetien). Der Name Zecchino leitet sich von "Zeccha" her, dem Gebäude, in dem sich die Münzstätte in Venedig befand. Der Haupttyp des Zecchino zeigt auf der Vs. den knienden Dogen vor dem hl. Markus, der ihm das Regierungssymbol (Stab mit Kreuz) überreicht. Ferner ist als Inschrift der Name des Dogen eingeprägt. Dadurch können die Goldmünzen datiert werden, denn auf den Zecchini sind keine Jahreszahlen angegeben. Auf der Rs. ist die Figur Christi, von Sternen umgeben, in einer Mandorla dargestellt. Weiterhin findet sich auf der Rs. die Umschrift SIT T(IBI) XPE (CHRISTE) DAT(US), Q(UEM) TU REGIS ISTE DUCATUS (Dir, Christus, sei das Herzogtum gegeben, das du regierst). Vom letzten Wort dieser Inschrift leitet sich die BezeichnungDukat her. Der Zecchino war fast aus reinem Gold (Feingehalt zwischen 986/1000 und 999/1000), sein Gewicht lag zwischen 3,4 und 3,5 g,. Vom Zecchino gab es auch zahlreiche Teil- und Mehrfachstücke (bis 105 Zecchino), besonders im 18. Jh.

    

Imitation eines Zecchino, geprägt auf der griechischen InselChios