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Sceatta

Bezeichnung einer frühmittelalterlichen Münzsorte, die ursprünglich von den Angelsachsen seit der 2. Hälfte des 7. Jh.s geschlagen wurde und von der sich das Wort "Schatz" ableitet. Es handelt sich um kleine silberne Münzen im Gewicht von 1 bis 1,5 g (Durchmesser ca. 10-13 mm), die stilistisch - trotz starker Abstrahierung - an spätrömische Vorbilder und keltische Münzen erinnern. Es gibt viele Typen und Varianten, die in England teilweise bestimmten Gebieten zugeteilt sind. Die Sceattas kamen durch Handel auch auf das europäische Festland und wurden von den Friesen und den Dänen nachgeprägt. Die Benennung der Typen orientiert sich meist daran, an welche gegenständliche Darstellung sie erinnern. Es finden sich Bezeichnungen wie Drachen-, Wolfs-, Porcupine (Stachelschwein)-, Wodan/ Monstertyp und ähnliche Bezeichnungen. Bei der Beschriftung der Stücke handelt es sich oft um Trugschriften oder verwilderte Aufschriften, manchmal sind sie durch Runen ersetzt worden (vergleiche auch Runenmünzen). Im 8. Jh. entwickelte sich in England ein breiterer Pfennigtyp. Ausgenommen von dieser Entwicklung war das Königreich Northumbria, wo die Fabrikation der Sceattas weiterführt wurde, die dann im 9. Jh. in eine Kupferprägung überging (Styca).

    

Sceatta, Porcupine-Typ, ca. 690-725 n. Chr.

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