Newsletter
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Remedium

Früher war die Münztechnik nicht in der Lage, die Gewichtsbestimmungen des Münzfußes für ausgeprägte Münzen einzuhalten. Deshalb wurde gesetzlich ein bestimmter Toleranzbereich eingeräumt, den die Münzer einhalten mussten: das Remedium. Das Remedium betraf früher nur die Toleranz nach unten; es handelte sich also um das Mindergewicht zwischen dem für das Nominal festgelegten Gewicht und dem gesetzlich erlaubten Mindestgewicht. Dieses Mindestgewicht mussten die einzelnen Münzen Stück für Stück erreichen, um die Kontrollen passieren zu können. Häufig orientierten sich die Münzer eher an dem Remedium, als an dem vom Münzfuß vorgeschriebenen Rau- und Feingewicht. Besonders wichtig war das Remedium natürlich für größere Nominale (Taler, Gulden, Dukat), die Stück für Stück kontrolliert wurden. Das Remedium wurde in den gültigen Münzordnungen festgelegt, der Bemessungsspielraum schwankte also je nach Zeit und Währungsgebiet. Im 18. Jh. wurde z.B. das Remedium in Frankreich großzügiger gehandhabt als im Währungsgebiet des deutschen Konventionsfußes. Bei den modernen Automatenmünzen ist der Toleranzspielraum nach oben genauso wichtig wie nach unten.

Persönliche Kundenberatung – wir sind gerne für Sie da!

Haben Sie Fragen zu einer Münze oder benötigen Sie Hilfe bei Ihrer Online-Bestellung? Rufen Sie uns direkt an – unser Kundenservice steht Ihnen gerne zur Verfügung.

+49 (0) 63 31 511 610 5 Mo. - Do. 08:00 - 20:00 Uhr, Fr. bis 19:00 Uhr

Callcenter Service Mitarbeiter