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Reichsbank

Als Nachfolgerin der Preußischen Bank entstand am 1. Januar 1876 die Reichsbank als Hauptnotenbank des Deutschen Reichs. Sie gab zunächst nur Noten zu 100 und 1000 Mark, erst seit 1906 auch zu 20 und 50 Mark aus. Daneben gab es auch Reichskassenscheine und Scheine privater Notenbanken. Im Inflationsjahr 1923 gab das Banknoteninstitut Scheine in Millionen-, Milliarden- und sogar Billionenwerten aus. Diese Krise konnte die Reichsbank mit Unterstützung der Deutschen Rentenbank überstehen, der mit der Rentenmark eine Stabilisierung der Währung gelang. Erst mit dem Währungsgesetz vom 30. 8. 1924 wurde die Reichsbank wieder regierungsunabhängig und erhielt ihre volle Souveränität zurück. Gleichzeitig wurden die ersten auf Reichsmark lautenden Banknoten emittiert. Im Jahr 1939 erfolgte die Umbenennung in Deutsche Reichsbank. Die politischen Folgen des Zweiten Weltkriegs bedeuteten das Ende der Bank. In den westlichen Besatzungszonen folgte ihr die Bank Deutscher Länder nach, aus der dann 1957 die Deutsche Bundesbank als Zentralnotenbank entstand. In der DDR war dies die Deutsche Notenbank, die sich später Staatsbank der DDR nannte.