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Rändeln

Die Beschriftung bzw. Verzierungen am Rand (Kante) der Münze wurde eingeführt, um die Münzen gegen Beschneidungen zu schützen. Man unterscheidet das Vorrändeln (Stauchen) vom eigentlichen Vorgang des Rändelns, mit dem gleichzeitig das Einprägen von Verzierungen oder der Randschrift erfolgen kann. Beim Vorrändeln werden alle Ronden angestaucht, ganz gleich, ob die vorgesehenen Münzen einen glatten, geriffelten oder einen mit Ornamenten bzw. Schrift versehenen Rand erhalten sollen. Bei der Rändelung werden die Ronden durch eine schnell drehende Scheibe, die mit einer Nut versehen ist, an einem feststehenden, genuteten Rändeleisen vorbeigeführt, wobei sich die Kante aufwölbt. Falls gewünscht, werden die Beschriftung oder die Randverzierungen (gekerbt oder geriffelt) angebracht, in der Regel nur auf größeren Münzen (Taler und Randdukaten). Kleinere Münzen haben in der Regel einen glatten Rand. 
Die ersten Silbermünzen mit erhabener Schrift wurden um 1577 in Frankreich hergestellt, und zwar mittels Federringen, die im 17. Jh. auch im Harz und in England Verwendung fanden. Um 1685 folgten Prägungen mit dem Rändelwerk aus Frankreich, England und Deutschland (Münze Clausthal). Ende des 18. Jh.s wurde das Rändelwerk durch die Ringprägung ersetzt.