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Örtug

Ursprünglich eine alte skandinavische Gewichts- und Recheneinheit der Wikingerzeit zu 1/24 Gewichtsmark bzw. 1/3 Öre im Gewicht von etwa 8 g. Als Silbermünze wurde der Örtug nur in Schweden und auf Gotland ausgeprägt, zum ersten Mal 1320 auf der Insel, auf dem schwedischen Festland von Albrecht von Mecklenburg (1364-1389). Als Vorbild dienten wohl der lübische Witten und der englische Sterling. Das Raugewicht des Örtug lag ursprünglich über 1,3 g (über 1 g Silbergewicht), sank aber allmählich ab. Er galt 4 lübische oder 8 schwedische Pfennige, mit dem Beginn der Öreprägung (1522) eine halbe Öre. Das Münzbild zeigt auf der einen Seite das schwedische Dreikronenwappen, auf der anderen Seite einen gekrönten Kopf (nach dem Vorbild der englischen Sterlinge), das Münzzeichen, Monogramme der Könige oder das Familienwappen des Königshauses. Die Prägung der nur in Schweden geschlagenen Örtugar wurde 1534 unterbrochen und endete endgültig 1591. Die Halbstücke des Örtug zu 1/4 Öre werden Fyrk genannt.