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Wildemann-Münzen

Münzen mit der Sagengestalt des Harzes, dem Wilden Mann, ein beliebtes Münzmotiv der Welfenfürsten zwischen dem 16. und 18. Jh. Der Wilde Mann ist auf verschiedenen Münzsorten (auch Teil- und Mehrfachstücken) dargestellt, von Pfennigmünzen über Mariengroschen, Gute Groschen, Kreuzern bis hin zu Talern und Dukaten. Der erste Wilde Mann erschien 1539 auf Münzen des Herzogs Heinrich d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel, in Calenberg unter Erich d. J. 1557. Es gibt verschiedene Darstellungen, vor allem in Bezug auf den Baum, den der Wilde Mann trägt: Manchmal hält er ihn in der linken, manchmal in der rechten Hand, auch seitlich mit beiden Händen kommt vor. Mit der Zeit kristallisierte sich heraus, dass der Wolfenbütteler Wilde Mann den Baum in der linken, der Lüneburger ihn in der rechten Hand trägt. Der Wilde Mann, der einen Baum mit beiden Händen quer vor sich hält, ist auf Hausknechtstalern zu sehen, die August der Jüngere zwischen 1653 und 1666 für Wolfenbüttel schlagen ließ. Auch in Verbindung mit einem Wappen wird der Wilde Mann dargestellt. Er erscheint zum letzten Mal auf Münzen des Hauses Wolfenbüttel im Jahr 1789, danach nur noch alsWappenhalter. 
Auch in anderen Staaten kommt der Wilde Mann vor, z.B. auf Münzen von Preußen (1790-1809) und Schwarzburg, wo auch eine Wilde Frau auf Münzen zu sehen ist.

Wildemann-Taler