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Verprägungen

Während der Prägung entstehende Fehler, wie nichtzentrierte Prägungen durch ungenaues Aufsetzen des Stempels oder Verrutschen der Ronden. Wenn bei der Hammerprägung bei mehrfachem Zuschlagen zwischen den Schlägen der Oberstempel verrutschte, entstanden Doppelschläge, die später durch die Erfindung des Klippwerks vermieden werden konnten. Bei dünnen Münzplättchen kam es vor, dass sich die Hauptumrisse auf die Gegenseite durchdrückten. Wenn eine Münze an dem Oberstempel hängen bleibt, kann die nachfolgende Ronde auf der Unterstempelseite ein erhabenes Gepräge und - von der bereits harten, geprägten Münze auf der Oberstempelseite - einen vertieften "Abklatsch" bekommen. Heute kann es noch vorkommen, dass Münzen versehentlich ohne Prägung ausgeliefert werden. Auch wenn die Ronden nicht vollständig zwischen die Matrizen gezogen werden, entstehen Verprägungen. Sie werden durch die Landeszentralbanken gegen Vergütung eingezogen.

    

Österreich, Verprägung eines 500-Schilling-Stückes,dezentriert

    

Hessen-Darmstadt, Verprägung eines Doppeltalers, inkuserAbdruck des Avers