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Hammerprägung

Münztechnischer Begriff zur Bezeichnung des alten Prägeverfahrens mit dem Hammer, im Gegensatz zur mechanischen Prägung. Dabei wurde die Ronde in den festgesetzten Unterstempel (Stock) gelegt, darauf kam der Oberstempel (Eisen), auf den mehrere Schläge mit dem Hammer ausgeführt wurden. Dadurch entstanden häufig Doppelprägungen. Eine Verbesserung erfuhr das Herstellungsverfahren durch die Verwendung von Prägezangen. Die Einführung des Klippwerks stellte eine weitere Verbesserung des Prägeverfahrens dar. Ein Bericht der Münzstätte Zellerfeld (Harz), die 1780 noch teilweise nach dem Verfahren der Hammerprägung arbeitete, gibt Aufschluss über die Arbeitsgänge von der Entstehung des Schrötlings bis zur Münze (Quetschgeld).

Darstellung der Hammerprägung auf einer modernen Medaille

Darstellung der Hammerprägung auf einer modernen Medaille