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Tinkturen

Nach den Regeln der Heraldik waren zur Gestaltung der Wappen nur sechs Tinkturen zugelassen: Die vier Farben rot, blau, grün und schwarz und die beiden als Metalle bezeichneten Tinkturen silber (weiß) und gold (gelb). In der frühen Heraldik galt die Regel, dass nur eine Farbe und ein Metall für ein Wappen verwendet werden sollte, sodass die Stammwappen des Uradels meist zweifarbig sind. Später kamen auch mehrfarbige Wappen auf. Für Helmzier und Beiwerk war die Farbe purpur zugelassen. Seit dem frühen 17. Jh. wurden die Farben durch Schraffierung und Punktierung angegeben, so auch auf Siegeln und Münzen: Die senkrecht auf die Spitze zulaufende Schraffierung bedeutet rot, waagrecht blau, die durch die Kombination von waagrechter und senkrechter Schraffierung erreichte Gitterform ist das Zeichen der Farbe schwarz. Die Schraffierung schräg von links oben nach rechts unten steht für grün, umgekehrt zeigt von rechts oben nach links unten purpur an. Das Metall Gold (gelb) wurde durch Punktierung dargestellt, blieb das Wappenfeld unschraffiert und ungepunktet, handelt es sich um das Metall Silber (weiß).