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Skilling

Der skandinavische Skilling (ausgesprochen wie der deutsche Schilling) war in Dänemark zunächst eine Rechenmünze, bevor er unter König Christoph III. (1440-1448) aus dem Hause Wittelsbach erstmals nach dem Vorbild des lübischen Schillings ausgeprägt wurde. 1 Skilling galt 12 Penninge. Ein Jahrhundert später war der dänische Silber-Skilling bereits eine Kleinmünze, die sich schneller verschlechterte als die lübischen Schillinge. Im Jahr 1588 wurden 2 Skilling dänisch (Skilling Danske) auf 1 Schilling lübisch (Skilling Lybske) tarifiert. Die dänischen Schillinge wurde als Skilling Courant (96 S.C. = 1 Daler Courant) und als Kronen-Skilling (60 K.S. = 1 Krone) geschlagen. Von 1625 bis zum Staatsbankrott von 1813 galten 16 Skilling eine Mark, 64 Skilling eine Krone und 96 Skilling einen Daler Specie. Da die Scheidemünzen geringwertiger ausgemünzt wurden als die Kronen- oder Talermünzen, berechnete man dem Käufer einer Ware in der Regel ein Agio (Aufschlag), wenn er in Skillingmünzen bezahlte. Es gab auch Halb- und Mehrfachstücke, wichtig wurde das 24-Skilling-Stück, das seit 1731 die Krone als bedeutendste Umlaufmünze ablöste. Durch die Münzreform von 1813 trat der Rigsbank Skilling an seine Stelle: 192 Rigsbank Skilling (in Holstein 60 Schilling Courant) galten 2 Rigsdaler bzw. 1 Daler Specie. Bei Einführung der Dezimalwährung 1873 wurde der Skilling in 2 Öre eingewechselt und aufgegeben. 
In Norwegen, das lange Zeit von Dänemark (1380-1814) und danach von Schweden (1814-1905) beherrscht war, wurde der Skilling unter König Hans (1481-1512) eingeführt. Die norwegischen Schillinge zeigen häufig das norwegische Wappen (Löwe mit Axt) oder gekreuzte Hammer und Bergeisen als Münzzeichen für die Münzstätte Kongsberg (seit dem ausgehenden 17. Jh.). Die norwegischen Skillinge wurden bei der Einführung der Dezimalwährung 1875 aufgegeben. 
In Schweden wurde der Skilling 1777 eingeführt, aber erst unter König Gustav IV. Adolf (1792-1809) seit 1802 in Kupfer ausgeprägt. Man unterscheidet (von 1835 bis 1855) den Skilling der Riksgälds-Währung von dem der Bancosedlar-Währung, letzterer ist an der Aufschrift Banco auf der Rs. zu erkennen: 1 Skilling Riksgälds = 2/3 Skilling Banco. Es wurden Mehrfachstücke bis 4 Skilling (nur Banco) und Teilstücke bis 1/12 Skilling ausgemünzt, letztere auch Runstycke genannt. Bei der Einführung der Dezimalwährung (1855) ging Schweden wieder zur Öre-Rechnung (1 Riksdaler Riksmynt = 100 Öre) über.

Dänemark, 2 Skilling 1582 des Friedrich II. (1559-1588)    Dänemark, 2 Skilling 1582 des Friedrich II. (1559-1588)

Dänemark, 2 Skilling 1582 des Friedrich II. (1559-1588)

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