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Schwaren

Die Benennung leitet sich vermutlich von der Bezeichnung "sware Penninge" (schwere Pfennige) ab, die im 14. Jh. in Bremen gebräuchlich war. Damit waren ursprünglich aber nicht die eigenen leichten Hohlpfennige gemeint, sondern die schweren westfälischen Dickpfennige, die im Verhältnis 1:3 in Bremen umliefen. Im Jahr 1369 verpfändete Erzbischof Albrecht II. der Stadt Bremen das Münzrecht, demnach dürften die ersten bremischen Schwaren nicht vor dem ausgehenden 14. Jh. geprägt worden sein. Das Vorbild waren wohl die bischöflichen Pfennige von Münster, die den hl. Paulus zeigen (vgl. Paulusmünzen). Die ersten bremischen Schwaren zeigen den hl. Petrus mit Schlüssel und den segnenden Bischof. Ein zweiter Typ mit dem Wappenschild von Bremen und dem hl. Petrus mit Schlüssel und Schwert folgte. Ihr Raugewicht schwankte ursprünglich wohl um ca. 1 g (etwa 0,5 g fein). Fünf Schwaren galten einen Groten. Unter Erzbischof Heinrich II. von Schwarzenburg (1463-1496) wurden erstmals auch erzbischöfliche Schwaren geschlagen. Die bremischen Schwaren fielen im Laufe der Zeit im Gewicht und wurden 1719 erstmals in Kupfer geschlagen. Sie zeigen auf den Vs.n den bremischen Schlüssel zwischen der Jahresangabe, auf der Rs. die Wertzahl und -bezeichnung I/SCHWA/REN in drei Zeilen. Es wurden auch 2 1/2-Schwaren-Stücke ausgegeben, zuletzt 1866. Etwa zur selben Zeit wie in Bremen begann in Oldenburg die Prägung von Schwaren. Die oldenburgischen Schwaren zeigen allerdings den hl. Lambert, der mit Schwert dargestellt ist.

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