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Albus

Groschenmünze des Spätmittelalters, die Mitte des 14. Jh.s vom Trierer Erzbischof Kuno von Falkenstein eingeführt und zur Hauptmünze an Mittel- und Niederrhein wurde. Der Name leitet sich vom lateinischen "denarius albus" (weißer Pfennig) ab, weil die Münze aufgrund des relativ hohen Silbergehalts ihre silbrig-weiße Farbe auch im Umlauf beibehielt. Der Name Weißpfennig wurde 1372 im Münzvertrag zwischen Köln und Trier urkundlich zum ersten Mal erwähnt. Der Münzverein der rheinischen Kurfürsten von Köln, Trier, Mainz und der Pfalz machte sie zur rheinischen Vereinsmünze. Auf dem Münzbild zeigt sie die Wappen ihrer Mitglieder, u. a. das Mainzer Rad, danach auch Raderalbus genannt. Er galt 24 Pfennige und war damit praktisch ein Doppelschilling. Das Münzbild zeigte früher Christus oder Heilige und Elemente im gotischen Stil, im Lauf der Zeit veränderte sich sein Gepräge und wurde von vielen kleinen Dynastien in Westfalen, Hessen und Rheinland nachgeahmt. Bei wechselndem Wert sank der Albus schon vor der ersten Kipper- und Wipperzeit zur Scheidemünze ab. Die letzten Stücke dieser Münzsorte wurden Ende des 18. Jh.s hergestellt.

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