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Couronne d'or

1. Rare französische Goldmünze aus dem Jahr 1340, die König Philipp VI. von Valois (1328-1350) schlagen ließ. Ihren Namen erhielt sie von ihrem Vorderseitenbild, einer von sechs Lilien umgebenen Krone (frz.: couronne). Die Rs. zeigt ein Blumenkreuz im Achtpass, das in den Winkeln von vier Lilien bekrönt ist. Nach Schrötter wog die 24-karätige Goldmünze ca. 5,44 g und wurde mit 40 Sol tournois bewertet.

2. Beinamen zweier Typen der französischen Goldmünze Ecu d'or; erstens: des Ecu à la couronne, der unter Karl VI. (1380-1422) – auch als sehr seltenes Halbstück – mit einem gekrönten Lilienwappen geprägt wurde; zweitens: des unter seinen Nachfolgern Karl VII. (1422-1461) und Ludwig XI. (1461-1483) geprägten Ecu d'or neuf, dessen bekröntes Lilienwappen von zwei gekrönten Lilien flankiert ist.

3. Niederländische Goldmünzen aus der Grafschaft Hennegau und dem Herzogtum Geldern. Albert von Bayern ließ als Graf von Hennegau (1389-1404) die Couronne d'or einführen und auch Großgoldmünzen in diesem Typ schlagen (Grande Couronne d'or). Die Prägung wurde bis in die Regierungszeit Johanns IV. (1418-1427) fortgesetzt.
Maria von Brabant ließ als Herzogin von Geldern (1361-1399) eine seltene Couronne d'or in Oyen prägen. Ihre Vs. zeigt ein bekröntes Wappen, die Rs. das Blumenkreuz im Vierpass. 

4. Niederländische goldene Beischläge in verschiedenen Typen im 16./17. Jh. nach dem Vorbild des französischen Ecu d'or au soleil, der lautSchrötter um 1535 zur wichtigen Handelsmünze in den südlichen Niederlanden geworden war. Die Sonne über der Krone, die dem französischen Vorbild den Namen gab, wurde nur unter Karl V. (1506-1555) übernommen, später aber weggelassen.