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Cornucopia

Lateinische Bezeichnung des Füllhorns als Symbol des Überflusses, das als Attribut vieler römischer Götter erscheint, vor allem von Abundantia, Concordia, Fecunditas und Fortuna. Die Cornucopia wurde als übernatürlich großes Stier- oder Ziegenhorn dargestellt, das mit Früchten und Blumen gefüllt war. Auch Moneta, die römische Personifikation des Geldes, trägt neben der Waage das Füllhorn im Arm. Nach der griechischen Mythologie stammt die Cornucopia von der Ziege Amaltheia, die den jungen Zeus gesäugt hat. Die Herakles-Sage erzählt, daß der junge Held dem Flussstier Acheloos das Füllhorn abgebrochen hat. Das Füllhorn kommt schon im 3. Jh. v. Chr. auf griechisch-hellenistischen Münzen der Ptolemäer vor, die in Ägypten regierten. Nachdem Ägypten 30 v. Chr. zur römischen Provinz und zur Kornkammer des Römischen Kaiserreichs wurde, ist die gefüllte Cornucopia auf römischen Münzen auch im Zusammenhang mit den ägyptischen Getreidelieferungen nach Rom zu sehen.