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Wa-Do-Kai-Ho

Auch Wa-Do-Kai-Chin, sind die ersten eigenen japanischen Münzen, die vermutlich im ersten Jahr der Epoche Wado (708 v. Chr.) unter der Regierung der Kaiserin Genmyo eingeführt wurden. Die gegossenen Münzen ähneln in Stil, Größe und Gewicht zeitgenössischen chinesischen Münzen der Tang-Dynastie. Sie werden nach ihrer Aufschrift Wa-Do-Kai-Ho oder Wa-Do-Kai-Chin genannt, was in etwa "Eröffnung des japanischen Kupferschatzes" bedeutet. In Japan bestand ursprünglich ein Tauschhandel, bei dem Reis und Stoffe die größte Rolle spielten. Über die Ursprünge des Münzgelds gibt es keine zuverlässigen Quellen. Man nimmt an, dass schon zwischen dem 4. und 7. Jh. durch Handelsbeziehungen mit China und Korea gelegentlich chinesische Münzen nach Japan kamen. Aus dieser Zeit gibt es außerdem unbelegbare Angaben über japanische Münzausgaben. Es ist jedoch davon auszugehen, dass das erste regelmäßige, eigenständige japanische Münzgeld in der Epoche Wado gegossen und in geringen Varianten bis 758 v. Chr. fortgeführt wurde. Um 760 v. Chr. wurde das Wa-Do-Kai-Ho von dem Typ Man-Nen-Tsu-Ho abgelöst. In dieser Zeit gab es schon einen zentral verwalteten Staat. Sitz der kaiserlichen Regierung war zwischen 710 und 780 v. Chr. die Stadt Nara, danach wurde sie nach Heiankyo, dem späteren Kyoto, verlegt.