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Stempelschneider

Der Stempelschneider oder Medailleur wurde früher auch Eisenschneider oder Eisengraber genannt, weil er die Münzbilder mittels Stichel, Meißel und Schaber spiegelbildlich in ein enthärtetes Eisen schnitt, das später wieder gehärtet wurde. Das änderte sich erst mit der Entwicklung der mechanischen Herstellung der Prägestempel. Heute wird meist die Hartkopie eines Gipsmodells mit einer Reduktionsmaschine auf die passende Größe der Patrize gebracht und mit einer Einsenkpresse auf die Matrize eingesenkt. Die Münz- und Medaillenkünstler der Neuzeit erlernten ihren Beruf an Münzstätten oder an privaten Prägeanstalten, waren als Goldschmiede oder Bildhauer, seltener als Steinschneider (Glyptik) ausgebildet. Einige Medailleure der frühen Renaissance kamen auch von der Malerei. Hervorragende und tüchtige Medailleure arbeiteten auch für mehrere Münzstätten und waren mit den neuesten Entwicklungen der Münztechnik vertraut oder experimentierten mit technischen Neuerungen.

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